DeinNetzwerkfürGutes

KI und Daten für bessere soziale Hilfe. Gebaut von allen, die mitmachen wollen.

Gute Angebote und die Menschen, die sie brauchen, finden oft nicht zueinander. Anträge, Zuständigkeiten, verstreute Informationen: alle suchen, wenige finden.

Im Projekt KIDaS bauen wir eine Plattform, die Menschen und gute Hilfe endlich zusammenbringt.

Zwei Perspektiven, ein Ziel

Hinter jedem Antrag und jeder Entscheidung stehen Menschen. Zwei Beispiele zeigen, wo es heute hakt und was besser werden soll.

Illustration: Junge Frau

Sophia

Leistungsempfängerin

22 Jahre, lebt seit einigen Jahren in Deutschland, körperliche Behinderung

Sophia hat eine körperliche Beeinträchtigung und wohnt deshalb noch bei ihren Eltern. Sie möchte nun auf eigenen Beinen stehen und eine Ausbildung machen. Der Weg dahin ist für sie aber kompliziert: Sie weiß oft nicht, wer für sie zuständig ist, muss für verschiedene Hilfen getrennte Anträge bei unterschiedlichen Stellen ausfüllen und stößt dabei immer wieder auf komplizierte Formulare und Fachbegriffe. Verlässliche Informationen findet sie nirgends gebündelt, sodass sie vieles selbst zusammensuchen muss.

Was sie erreichen möchte
Eine Ausbildung beginnen, arbeiten und möglichst selbstständig leben.
Wo es heute hakt
Die Rechtslage ist unübersichtlich, Anträge sind kompliziert, und verlässliche Informationen findet sie kaum an einer Stelle.
Was ihr helfen würde
Verständliche Orientierung, klare Ansprechpartner und Unterstützung auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit.
Ich möchte arbeiten und mein Leben selbst gestalten. Ich brauche nur einen klaren Weg dahin.
Illustration: Ältere Frau am Schreibtisch in einem Büro

Frau Müller-Schmitz

Sachbearbeiterin Einzelfallhilfe

58 Jahre, seit 35 Jahren in der Sachbearbeitung bei einem Leistungsträger

Frau Müller-Schmitz ist die ruhige Konstante in ihrer Behörde. Sie prüft Anträge und will gute, verlässliche Entscheidungen auch im Namen der Leistungsberechtigten treffen. Nur ändern sich die Abläufe und Zuständigkeiten schneller, als sie Schritt halten kann, und die nötigen Informationen liegen verstreut.

Was sie erreichen möchte
Anträge zügig und korrekt bearbeiten und sich auf klare Strukturen verlassen können.
Wo es heute hakt
Ständig wechselnde Abläufe, unklare Zuständigkeiten und uneinheitliche Informationen über Angebote und Träger.
Was ihr helfen würde
Verlässliche, aktuelle Informationen zu Angeboten und Zuständigkeiten sowie nachvollziehbare Prozesse.
Ich möchte gute Entscheidungen treffen. Dafür brauche ich verlässliche und aktuelle Informationen an einer Stelle.

Nächste Events

  • KIDaS Workshop
    Ort
    Kassel
    Dauer
    ca. 3 Stunden
    Zielgruppe
    Einrichtungen, Fachkräfte und Interessierte
    Gemeinsamer Workshop im Rahmen des Forschungsprojekts KIDaS: Einblicke in den aktuellen Stand, Austausch zu Herausforderungen aus der Praxis und nächste Schritte.

Häufige Fragen

Wer steht hinter dem Projekt?

Getragen wird das Vorhaben von einem Verbund aus Wissenschaft und Praxis. Es ist aus dem Forschungsprojekt KIDaS entstanden und lebt vom Zusammenspiel vieler Partner aus dem sozialen Bereich, der Forschung und der Technik.

  • Universität Kassel

    Werteorientierte Gestaltung von Agentischer KI unter Leitung von Prof. Jan-Marco Leimeister.

  • FAU Erlangen-Nürnberg

    Datengetriebene Innovation von Services unter Leitung von Prof. Martin Matzner.

  • ANLEI-Service GmbH

    Konzeption und Entwicklung der KIDaS-Plattform.

  • Dataciders PRODATO

    Konzeption und Umsetzung des Service-Sonars.

Für wen ist das Projekt?

Für alle, die soziale Hilfe besser machen wollen: Einrichtungen und Fachkräfte, Menschen, die selbst Unterstützung suchen, sowie Entwickler:innen, Forschende und Interessierte. Jede dieser Perspektiven bringt das Vorhaben weiter.

Was sind Soziale Dienstleistungen?

Soziale Dienstleistungen unterstützen Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen dabei, teilzuhaben und ihren Alltag zu bewältigen. Zu den kommunalgetragenen Dienstleistungen zählen u.a. Leistungen nach der Kinder- und Jugendhilfe, dem Bundesteilhabegesetz und der Sozialhilfe. Erbracht werden die Leistungen von vielen verschiedenen Stellen, z.B. von Wohlfahrtsverbänden über Werkstätten bis zu kommunalen Einrichtungen. Gemeinsam ist ihnen ein Ziel: dass Menschen die Hilfe bekommen, die zu ihnen passt.

Kommunalgetragene soziale Leistungen nach Rechtsgrundlage (Quelle: Freier, Geißler und Gnädinger 2023: 52)
SGB II: Grundsicherung für ErwerbsloseWohn- und Heizkosten · Eingliederung in den Arbeitsmarkt · Leistungen für Bildung und Teilhabe
SGB VIII: Kinder- und JugendhilfeJugendarbeit · Förderung von Familien · Kita · Hilfen zur Erziehung
SGB IX: BundesteilhabegesetzEingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen
SGB XII: SozialhilfeHilfe zum Lebensunterhalt · Grundsicherung im Alter · Hilfen zur Gesundheit · Hilfen zur Pflege
AsylbewerberleistungsgesetzWohn- und Heizkosten · Gesundheitskosten

Warum lohnt es sich, hier genauer hinzuschauen?

Die Kommunen in Deutschland, die die Leistungen finanzieren, stehen finanziell so stark unter Druck wie nie zuvor: 2025 verzeichneten sie mit rund 32 Milliarden Euro das höchste Defizit ihrer Geschichte. Ein wesentlicher Treiber sind die stark steigenden Sozialausgaben, darunter Leistungen wie die Eingliederungshilfe. Umso wichtiger wird es, vorhandene Mittel gut einzusetzen und gute Angebote und die Menschen, die sie brauchen, leichter zueinander zu bringen.

Finanzierungssaldo der Kommunen insgesamt im Zeitverlauf, in Mrd. Euro
3,120155,4201610,720179,820185,62019220204,620212,62022-6,82023-24,82024-31,92025

Quelle: Statistisches Bundesamt, Kassenstatistiken; Darstellung nach Bertelsmann Stiftung

Sozialausgaben der Kommunen im Zeitverlauf, in Mrd. Euro
542015592016592017592018612019652020652021682022762023852024902025

Quelle: Statistisches Bundesamt, Kassenstatistiken; Darstellung nach Bertelsmann Stiftung

Was sind unsere Ziele?

Innerhalb des KIDaS-Projektes haben wir drei relevante Handlungsstränge identifiziert:

  1. Transparenz von Leistungsangeboten

    Schaffung einer einheitlichen und transparenten Darstellung der sozialen Leistungsangebote in der Region. Ziel ist es, die angebotenen Leistungen sichtbarer und vergleichbar zu machen und so eine bessere Grundlage für die Vermittlung zu schaffen.

  2. Erwartungsmanagement und personenzentrierte Leistungsvermittlung

    Ziel ist es, die Erwartungshaltung von leistungsberechtigten Personen frühzeitig an den tatsächlich angebotenen Leistungen der Eingliederungshilfe anzupassen. Durch transparente Informationen über die einzelnen Leistungen sollen Leistungsberechtigte besser informiert und Informationsasymmetrien abgebaut werden.

  3. Datenbasierte Entscheidungsunterstützung für die Leistungsvermittlung

    Ziel ist es, den Leistungsträger bei der Entscheidungsfindung durch datenbasierte Analysen und KI-gestützte Prognosen zu unterstützen, um Transparenz, Qualität und Effizienz der Leistungsvermittlung kontinuierlich zu verbessern.

Welche Rolle kann KI spielen?

Inhalte folgen in Kürze.